Grünzer Berge nennt sich ein Naturschutzgebiet bei Grünz im Gemeindegebiet von Penkun, im Südosten von Mecklenburg-Vorpommern. Was sich hier so „Berg“ nennt, spielt sich auf dieser Runde zwischen 8m und 57m über dem Meeresspiegel ab.
Wir starten in Grünz mit seiner kleinen Dorfkirche, deren erster Bau 1229 begann. Nach einem Blitzeinschlag wurde sie 1888 neu errichtet. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn und folgen der Chausseestraße in den Grünstreifen an der Randow.
Grünz befindet sich auf einer Grundmoränenfläche und das Naturschutzgebiet Grünzer Berge entstand als Teil eines sandigen Endmoränenzugs in der letzten Eiszeit. Im rund 1km breiten Randowtal stauten sich die Schmelzwasser zu den Enden des Moränenzugs und durchbrachen den Höhenzug. Im Gebiet belegen Hügelgräber die Besiedelung seit der Steinzeit. Bis ins vergangene Jahrtausend wurde die Fläche beweidet. Weil sich das änderte, änderte sich auch die schützenwerte Pflanzengesellschaft der Trockenvegetation. Dennoch erfreut sich das Gebiet einiger Arten wie dem Neuntöter beispielsweise, der sein Essen gern auf Dornen spießt.
Die Auen einerseits, Wiesen und Felder andererseits, gelangen wir nach Wartin mit dem Schloss Wartin. Wartin gehört zur Gemeinde Casekow im Landkreis Uckermark. Im rund 600-Seelen-Ort steht ein Kirchlein aus dem 13. Jahrhundert, dessen verschalter Kirchturm im 17. aufgesetzt wurde.
Das Schloss Wartin, bewohnt und bewirtschaftet von zwei Wissenschaftlern des Vereins Europäische Akademie, stammt aus dem 18. Jahrhundert, ist ein Ort für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Toleranz, als „Collegium Wartinum“ für Studierende und bietet eine Reihe von Veranstaltungen. Das einst barocke Schloss wurde neugotisch erweitert. Das Ensemble besteht, neben dem Schloss, aus der einstigen Kartoffelschnapsbrennerei, einer alten Schmiede, Stallungen und Scheunen. Rundherum ist ein hübscher Schlosspark, eingefriedet durch eine historische Natur- und Backsteinmauer.
Durch die offene Landschaft folgen wir dem Grünzer Weg nach Grünz und treffen auf den Großen See, der rund 16ha Wasseroberfläche hat, keinen Abfluss aber einen Zufluss vom Dorfsee (knapp 5ha) her. An dem kommen wir auch längs und ehe wir es uns versehen, sind wir am Ausgangspunkt.
Bildnachweis: Von Uckermaerker [CC BY-SA] via Wikimedia Commons
Wir sind im Landkreises Vorpommern-Greifswald und wandern rund um Penkun. Das ist eine Landstadt in Mecklenburg-Vorpommern, umgeben von einer Seenlandschaft,...