Kapverden Rundreisen – Wanderparadies Kapverdische Inseln


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Abseits der üblichen Touristenströme erstrecken sich die Kapverdischen Inseln im Atlantik – ein Naturjuwel, das noch immer ein Geheimtipp für viele Reisende ist. Wanderer, Naturliebhaber und Ruhesuchende finden hier ein Paradies, das durch seine Kontraste beeindruckt: von grünen Tälern über Vulkanlandschaften bis hin zu traumhaften Stränden.

Kapverden: Ein Überblick für Reisende

Lage und Überblick über die Kapverdischen Inseln

Mitten im Atlantischen Ozean, etwa 600 Kilometer westlich der Küste von Senegal, erstreckt sich ein wahres Wanderparadies – die Kapverdischen Inseln. Dieser Archipel besteht aus 15 Inseln, von denen neun bewohnt sind. Sie bilden die Republik Cabo Verde. Die Inseln bieten eine faszinierende Vielfalt an Landschaften, die jedes Wanderherz höherschlagen lassen. Einst von den Portugiesen entdeckt, sind die Kapverden heute eine Mischung aus europäischem Erbe und afrikanischer Lebensfreude. Die Lage abseits der großen touristischen Ströme macht die Inseln zu einem idealen Ziel für Reisende, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen, ohne dabei auf beeindruckende Naturerlebnisse verzichten zu müssen.

Die vulkanische Entstehungsgeschichte hat auf den Inseln Spuren hinterlassen: Schroffe Berghänge, üppige Täler und bizarre Felsformationen zeugen von den Kräften, die hier über Jahrtausende gewirkt haben. Die zerklüfteten Küsten und die unterschiedlichen Höhenlagen sorgen für eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften, die von Insel zu Insel wechselt. Während einige der Inseln mit sattgrünen Bergen und terrassierten Hängen bestechen, vermitteln andere ein wüstenartiges Flair, das durch endlose Sanddünen geprägt ist. Für Wanderbegeisterte bieten die Kapverden dadurch abwechslungsreiche Routen und zudem eine Reise durch unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen.

Unterschiedliche Landschaftsformen und Vegetation

Die landschaftliche Vielfalt auf den Kapverden könnte kaum größer sein. Der Kontrast zwischen grünen Tälern, schroffen Gebirgszügen und weiten Wüstenlandschaften macht den Reiz dieser Inselgruppe aus. Auf Santo Antão etwa, der zweitgrößten Insel des Archipels, dominieren beeindruckende Gebirgsketten und saftig-grüne Täler, die besonders nach der Regenzeit in voller Blüte stehen. Hier lässt sich die üppige Vegetation genießen, die von tropischen Früchten wie Mangos und Bananen bis hin zu farbenprächtigen Blumen reicht. Die terrassierten Felder, die sich an die Hänge der Berge schmiegen, geben der Landschaft ein malerisches Erscheinungsbild, das Wanderer in seinen Bann zieht.

Im Gegensatz dazu steht die Wüsteninsel Boa Vista, die für ihre endlosen Sanddünen und kargen Ebenen bekannt ist. Die Trockenheit und das Fehlen üppiger Vegetation verleihen der Insel einen fast surrealen Charme. Hier erstrecken sich weite Flächen ohne nennenswerten Pflanzenwuchs, die in scharfem Kontrast zum tiefblauen Meer stehen. Die Vegetation beschränkt sich auf widerstandsfähige Pflanzen wie Akazien und Sukkulenten, die sich an die extremen Bedingungen angepasst haben. Wanderungen durch diese Wüstenlandschaften bieten ein besonderes Erlebnis, bei dem sich die unendliche Weite der Natur in ihrer schlichten Schönheit offenbart.

Die übrigen Inseln bieten eine Mischung aus diesen beiden Extremen. Auf Fogo, der Insel des Feuers zum Beispiel, dominiert der mächtige Pico do Fogo. Dabei handelt es sich um einen aktiven Vulkan, den Hänge von vulkanischem Gestein und karger Vegetation umgeben. Andere Inseln wiederum warten mit einer sanfteren Landschaft mit weiten Ebenen und unberührten Stränden oder mit dichten Wäldern und tief eingeschnittenen Tälern auf. Jede Insel bietet so ihre eigenen landschaftlichen Besonderheiten, die es zu entdecken gilt.

Klimatische Bedingungen: Beste Reisezeit zum Wandern

Das Klima auf den Kapverden wird maßgeblich vom Nordostpassat und den trockenen Wüstenwinden aus der Sahara geprägt, die für ein ganzjährig mildes bis heißes Wetter sorgen. Besonders für Wanderer sind die klimatischen Bedingungen von entscheidender Bedeutung, da sie die Art und Dauer der Touren beeinflussen können. Die Temperaturen schwanken das ganze Jahr über zwischen 20 und 30 Grad Celsius, wobei die Inseln im Sommer heißer und trockener sind, während der Winter angenehm mild bleibt.

Die beste Zeit für eine Wanderreise auf den Kapverden ist von November bis Mai, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Regenwahrscheinlichkeit gering bleibt. In den Sommermonaten von Juni bis Oktober kann es, besonders auf den trockeneren Inseln wie Sal oder Boa Vista, sehr heiß werden. Obwohl die Ausflüge im Freien in diesen Monaten aufgrund der hohen Temperaturen kürzer ausfallen sollten, bieten sich dennoch fantastische Touren an, bei denen die Sonne glühend über den weiten Landschaften steht.

Im Herbst, insbesondere im September und Oktober, tritt gelegentlich der Saharawind „Harmattan“ auf, der trockene, staubige Luft mit sich bringt und die Sicht trüben kann. Für Outdoorliebhaber ist dieser Zeitraum weniger ideal, da der feine Staub mitunter die Luftqualität beeinträchtigt. An den Küsten hingegen ist der Einfluss des Harmattan-Windes weniger spürbar, was Wanderungen in Küstennähe weiterhin attraktiv macht.

Rundreisen als ideale Möglichkeit, das volle Spektrum der Natur und Kultur zu erleben

Eine Wanderreise auf den Kapverden wird erst durch das Erleben mehrerer Inseln richtig komplett. Jede der Inseln überrascht mit einzigartigen Landschaften und kulturellen Eigenheiten, die Sie auf einer Rundreise erkunden sollten. Während einige Inseln wie Santo Antão eher für ihre spektakulären Bergwanderungen berühmt sind, laden andere wie São Vicente dazu ein, die lebhafte Kulturszene und die malerischen Küstenstädte zu entdecken. Eine Rundreise ermöglicht es Ihnen, das volle Spektrum der kapverdischen Natur und Kultur zu erleben und die Vielfalt der Inseln in all ihren Facetten zu genießen.

Dank der regelmäßigen Fährverbindungen und Inlandsflüge lassen sich die Inseln bequem miteinander kombinieren. Eine typische Rundreise könnte auf Sal beginnen und von dort aus weiter nach Fogo führen, wo der majestätische Vulkan Pico do Fogo zu einer herausfordernden Wanderung einlädt. Weiter geht es nach Santo Antão und schließlich nach São Vicente, das mit seiner Mischung aus Kultur und Natur beeindruckt.

Jede Insel bringt neue Eindrücke und Herausforderungen mit sich, sodass Sie am Ende Ihrer Reise ein umfassendes Bild von der Schönheit und Vielfalt der Kapverden gewonnen haben. Möchten Sie die Reise nicht selbst planen, gibt es die Option, eine bereits durchgeplante Kapverden-Rundreise zu buchen. Hier wird die optimale Mischung aus Inselerlebnissen erstellt und Sie müssen nur noch Wanderlust und Neugier mitbringen. Seien es 12 oder 16 Tage – die Kapverden bieten ausreichend Abwechslung, um einen zweiwöchigen Trip spannend zu halten.

Der Vorteil einer gut organisierten Rundreise ist, dass sie neben unvergesslichen Outdoorerlebnissen zusätzlich Einblicke in die Lebensweise der Kapverdianer ermöglicht. Auf den Märkten der Inseln erleben Sie die bunte Vielfalt lokaler Produkte und in den kleinen Dörfern entlang der Pfade haben Sie die Möglichkeit, mit den herzlichen und gastfreundlichen Einwohnern in Kontakt zu kommen.

Die Wanderinseln im Detail

Santo Antão: Die grüne Wanderinsel

Santo Antão gilt als das Wanderparadies der Kapverden und zieht Outdoorhungrige mit seiner vielfältigen, dramatischen Landschaft magisch an. Die Insel ist geprägt von beeindruckenden Gebirgsketten, tiefen Schluchten und saftig grünen Tälern, die besonders nach der Regenzeit in voller Pracht erstrahlen. Das feuchte, fruchtbare Klima des Nordens begünstigt eine üppige Vegetation, die von tropischen Früchten bis hin zu bunten Blumen reicht.

Besonders die Wanderung durch das berühmte Ribeira do Paul-Tal gehört zu den Highlights. Schmale Pfade schlängeln sich hier durch terrassenförmig angelegte Felder und bieten weite Ausblicke auf das tiefblaue Meer. Die steilen Anstiege und schroffen Felsformationen sorgen für herausfordernde, aber lohnende Ausflüge. Auch das Hiking entlang der dramatischen Küste, wo schmale Pfade direkt an Klippen vorbeiführen, ist unvergesslich. Santo Antão vereint die ganze Vielfalt der kapverdischen Natur und ist ein Muss für jeden Wanderbegeisterten.

São Vicente: Kultur und Küste

Die kulturelle Hauptstadt der Kapverden, São Vicente, verbindet auf einzigartige Weise Küstenlandschaften mit einem lebendigen Alltags- und Nachtleben. Die Insel ist zwar weniger bekannt für ihre üppigen Pfade, doch die karge Schönheit der Landschaft und die Nähe zum Meer machen sie zu einem idealen Ziel für Reisende, die Naturerlebnisse und Begegnungen mit Menschen und Kunst vereinen möchten. Die Hauptstadt Mindelo ist das kulturelle Zentrum der Kapverden und Heimat der berühmten kapverdischen Musik. Wanderer können sich von den historischen Gassen Mindelos inspirieren lassen, bevor sie auf Erkundungstouren in die kargen Hügel der Insel aufbrechen.

Der Aufstieg auf den Monte Verde ist besonders reizvoll, da es sich um den höchsten Berg der Insel handelt. Von hier aus bietet sich ein atemberaubender Blick über die ganze Insel und das glitzernde Meer. São Vicente lädt dazu ein, entspannte Wanderungen mit kulturellen Erlebnissen zu kombinieren und das authentische Leben der Kapverden kennenzulernen – perfekt für all jene, die das Besondere suchen.

Santiago: Vielfältiges Naturerlebnis

Die größte Insel der Kapverden, Santiago, begeistert Reisende mit einer unglaublichen landschaftlichen Vielfalt und eignet sich perfekt für ausgedehnte Ausflüge. Hier können Sie sowohl dichte Wälder als auch trockene Savannenlandschaften entdecken. Die Insel beherbergt den höchsten Berg des Archipels, den Pico de Antónia, der ein anspruchsvolles, aber lohnenswertes Wanderziel darstellt. Der Aufstieg führt durch üppige Wälder, vorbei an Dörfern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, bis Sie schließlich den Gipfel erreichen und einen ausladenden Blick über die Insel genießen.

Doch weniger anstrengende Wanderungen sind auf Santiago genauso möglich, etwa entlang der Küste, wo Sie auf historischen Pfaden die koloniale Geschichte der Insel entdecken. Santiago vereint die Vielfalt der kapverdischen Natur und ist auch kulturell von großer Bedeutung. Hier lassen sich Hikes leicht mit Besuchen von Städten wie Praia, der Hauptstadt der Kapverden, kombinieren, um einen tiefen Einblick in die Geschichte und Kultur des Landes zu bekommen.

Fogo: Vulkanische Abenteuer

Die Insel Fogo, die wörtlich „Feuer“ bedeutet, ist das ideale Reiseziel für Wanderer, die nach Abenteuern suchen. Hier dominiert der mächtige Pico do Fogo, ein aktiver Vulkan, der sich auf 2.829 Meter erhebt und das Landschaftsbild der Insel prägt. Die Wanderung auf den Gipfel des Vulkans ist ein Highlight jeder Rundreise auf den Kapverden.

Der Aufstieg führt durch beeindruckende Lavafelder und karge, vulkanische Landschaften, die wie aus einer anderen Welt wirken. Oben angekommen, werden Sie mit einem weiten Blick über die Insel und den Krater belohnt. Doch auch die Umgebung des Vulkans hat viel zu bieten: In der Caldeira, dem Kraterbecken des Vulkans, befinden sich kleine Dörfer, in denen die Einheimischen Wein und Kaffee anbauen. Wanderungen durch diese landwirtschaftlich genutzten Gebiete bieten faszinierende Einblicke in das Leben der Menschen, die hier in unmittelbarer Nähe zu einem aktiven Vulkan leben.

São Nicolau: Geheimtipp für Naturfreunde

São Nicolau ist ein echter Geheimtipp unter Outdoorfreunden. Die Insel ist weniger bekannt als einige ihrer Nachbarinseln, bietet jedoch ein ebenso beeindruckendes Naturerlebnis. Besonders die Gebirgslandschaft im Zentrum der Insel, die sich durch tiefe Schluchten und steile Felsformationen auszeichnet, zieht Wanderer an. Eine der beliebtesten Touren führt durch den Parque Natural de Monte Gordo, ein Naturschutzgebiet, das eine reiche Pflanzen- und Tierwelt beherbergt. Hier finden Sie dichte Wälder, exotische Vogelarten und einzigartige Felsformationen, die diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Auch die traditionellen Dörfer, die entlang der Tourwege liegen, laden dazu ein, das ländliche Leben auf São Nicolau kennenzulernen. Abseits der Touristenströme erleben Sie hier die Ruhe und Abgeschiedenheit der Kapverden in ihrer reinsten Form. Wanderungen auf São Nicolau sind ideal für Naturliebhaber, die sich nach unberührten Landschaften und authentischen Begegnungen sehnen.

Boa Vista und Sal: Wüstenfeeling

Boa Vista und Sal, die beiden flachsten Inseln der Kapverden, stehen im krassen Gegensatz zu den gebirgigen Inseln wie Santo Antão oder Fogo. Hier dominieren endlose Sanddünen, weite Wüstenlandschaften und kilometerlange Strände das Landschaftsbild.

Speziell auf Boa Vista erleben Wanderer regelmäßig das Gefühl, durch die Wüste zu streifen, während der warme Passatwind den feinen Sand über die Dünen trägt. Auch wenn die Temperaturen in den Sommermonaten sehr hoch werden können, bieten die Morgen- und Abendstunden perfekte Bedingungen für Touren.

Die Insel Sal, bekannt für ihre Salzminen und glasklaren Gewässer, lädt ebenfalls zu langen Küstenerkundungen ein. Hier haben Sie die Möglichkeit, die faszinierende Weite der Salzwüste zu erleben, während Sie die Einsamkeit der endlosen Strände genießen.

Brava: Die Blumeninsel

Brava, die kleinste bewohnte Insel der Kapverden, wird oft als die „Blumeninsel“ bezeichnet. Das hat einen guten Grund. Dank des feuchten Mikroklimas gedeihen hier unzählige Blumenarten, die der Insel ihren ganz besonderen Charme verleihen. Für Outdoorenthusiasten bietet Brava eine friedliche, idyllische Atmosphäre und eine Vielzahl von gut gepflegten Wegen, die durch die üppig grüne Landschaft führen.

Eine der beliebtesten Wanderungen bringt Sie von der Hauptstadt Nova Sintra, die für ihre koloniale Architektur und Blumenpracht bekannt ist, hinunter zur Küste. Auf dem Weg genießen Sie immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die Nachbarinsel Fogo, die in der Ferne majestätisch aus dem Atlantik ragt. Die Pfade auf Brava sind weniger anspruchsvoll als auf anderen Inseln, was die Insel zu einem idealen Ziel für entspannte Ausflüge inmitten farbenprächtiger Blumenwiesen und schattiger Wälder macht.

Maio: Insel der Ruhe

Maio ist die ruhigste und am wenigsten besuchte der kapverdischen Inseln. Hier finden Sie unberührte Strände, sanfte Hügel und eine Atmosphäre der Gelassenheit, die ideal für entspannte Wanderungen ist. Die Insel zeichnet sich durch ihre weiten, flachen Landschaften aus, die sich perfekt für lange Spaziergänge entlang der Küste eignen. Besonders faszinierend sind die Salinen von Porto Inglês, die früher eine wichtige Rolle im Handel spielten und heute ein beliebtes Ziel für Outdoorfreunde sind.

Die Ruhe der Insel, kombiniert mit ihrer schlichten, aber eindrucksvollen Landschaft, macht Maio zu einem idealen Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Hier können Sie Wanderungen in völliger Abgeschiedenheit genießen – fernab von Touristenmassen und Verkehr. Die Stille und Einsamkeit der Insel sind ideal, um die natürliche Schönheit der Kapverden auf eine besonders intensive Weise zu erleben.

Praktische Tipps für Wanderreisen auf den Kapverden

Ausrüstung und Vorbereitung

Eine Wanderreise auf den Kapverden erfordert eine gute Vorbereitung, da die Bedingungen je nach Insel und Jahreszeit stark variieren. Aufgrund der unterschiedlichen Landschaften – von steilen Gebirgszügen bis hin zu wüstenartigen Ebenen – sollten Sie auf eine vielseitige und vor allem wetterfeste Ausrüstung achten. Gute Trekkingschuhe mit stabiler Sohle sind unerlässlich, besonders auf den felsigen und oft rutschigen Pfaden auf Inseln wie Santo Antão und Fogo. Da es auf den Kapverden kaum dichte Waldgebiete gibt, sind Sie häufig der Sonne ausgesetzt. Ein breitkrempiger Hut, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Sonnenbrille sind daher unverzichtbar. Zudem sollten Sie sich mit dem UV-Index und Ihrem persönlichen Hauttyp beschäftigen.

Ausreichend Wasser ist ebenfalls ein Muss, da es auf vielen Routen keine natürlichen Wasserquellen gibt. Planen Sie mindestens zwei Liter Wasser pro Tag und Person ein, vor allem bei Ausflügen durch die trockenen Regionen auf Boa Vista oder Sal. Zusätzlich empfiehlt es sich, Snacks wie Nüsse oder Trockenfrüchte mitzunehmen, um Energie während längerer Wanderungen zu tanken.

In den höheren Lagen, besonders auf Fogo und Santiago, kühlen die Temperaturen am Morgen und Abend meist stark ab. Leichte, aber warme Kleidung, die sich in Schichten tragen lässt, ist daher ratsam. Packen Sie ebenso eine wetterfeste Jacke ein, da plötzliche Wetterumschwünge möglich sind. Für plötzliche Nachteinbrüche ist es zudem keine schlechte Idee, eine geeignete Taschenlampe dabeizuhaben, um sich nicht zu verlaufen.

Eine detaillierte Trekkingkarte der jeweiligen Insel ist ebenfalls hilfreich, da die Beschilderung der Wege nicht immer optimal ist. In abgelegenen Regionen wie auf São Nicolau oder Brava kann es vorkommen, dass die Pfade nicht klar markiert sind. In diesen Fällen ist eine gute Orientierungshilfe wichtig, um sich nicht zu verlaufen. Ein GPS-Gerät oder eine entsprechende Smartphone-App ist hier ebenfalls nützlich.

Obwohl die Kapverden als relativ sicheres Reiseziel gelten, sollten Sie bei Wanderungen abseits der Touristenpfade stets auf Ihre Sicherheit achten. Informieren Sie sich vorab über die Länge und Schwierigkeit der Strecken und vermeiden Sie es, ohne ausreichende Vorbereitung oder bei schlechten Wetterbedingungen loszuziehen.

Lokale Guides und geführte Wanderungen

Lokale Guides können Ihre Erfahrungen auf den Kapverden enorm bereichern. Sie kennen die besten Routen, versteckte Sehenswürdigkeiten und geben Ihnen spannende Einblicke in die Geschichte und Kultur der Inseln. Besonders auf den entlegeneren Inseln wie Santo Antão oder São Nicolau sind geführte Wanderungen empfehlenswert, da die Routen oft nicht klar ausgeschildert sind und die Hilfe eines ortskundigen Führers wertvoll sein kann. Die Guides stammen oft selbst von den jeweiligen Inseln und wissen nicht nur über die Flora und Fauna Bescheid, sondern auch über die lokalen Traditionen und Bräuche.

Geführte Ausflüge bieten zudem die Sicherheit, dass Sie stets auf den richtigen Pfaden bleiben und sich nicht verlaufen, was besonders in den entlegeneren Gegenden wichtig ist. Zudem wissen lokale Guides oft, wann und wo es sich am besten lohnt, anzuhalten, um spektakuläre Ausblicke zu genießen oder besondere Orte zu entdecken, die Ihnen allein vielleicht entgehen würden.

Ein weiterer Vorteil von geführten Wanderungen ist die Möglichkeit, mehr über das Leben der Menschen vor Ort zu erfahren. Oft führen die Touren durch kleine Dörfer, in denen Sie in Kontakt mit den Einheimischen kommen und etwas über deren Lebensweise und die Herausforderungen des Insellebens erfahren.

Die Buchung eines lokalen Guides unterstützt zudem die Wirtschaft der Kapverden, da viele der Guides selbstständig arbeiten und von dem Tourismus direkt profitieren. Besonders in abgelegenen Regionen ist dies eine wichtige Einnahmequelle. Wenn Sie jedoch lieber auf eigene Faust losziehen möchten, sollten Sie sicherstellen, dass Sie gut vorbereitet sind und die jeweilige Route genau studiert haben. Viele Reiseveranstalter bieten auch individuell gestaltbare Wanderpakete an, bei denen Sie bestimmte Inseln und Routen auswählen können, die Ihren Interessen und Ihrem Fitnesslevel entsprechen.

Bildnachweis: Von Martin Mergili [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons


Dieser Artikel ist im Ressort Wanderziele erschienen.
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