Oberhalb von Immenstaad und Hagnau am Bodensee verläuft die Themenrunde (B7) mit zahlreichen interessanten Stationen. Sie verbindet zwei Lehrpfade, schmeichelt Seh- und Geschmackssinn und je nach Blütezeit den Geruchssinn obendrein. Auf der Runde treffen wir Schloss Hersberg, den Hochberg (Hohberg, 454m), Weinberge, Wilhelmshöhe auf rund 468m sowie die Orte Frenkenbach und Kippenhausen.
Start ist der Wanderparkplatz am Neuen Friedhof Immenstaad, an der K7782, die Immenstaad am Bodensee mit Kippenhausen verbindet. Der Rundweg im Uhrzeigersinn bringt uns zum Schloss Hersberg, wobei wir dem Wegweiser „roter Apfel im blauen Kreis“.
Schloss Hersberg, weithin mit Staffelgiebeln und strahlend weiß zu sehen, war eine Klosteraußenstelle der Reichsabtei Ochsenhausen. Sein Äußeres geht überwiegend auf die Zeit um 1600 zurück. Das Anwesen dient als „geistliches Haus für Bildung, Begegnung und Erholung“ der Pallottiner (apostolische Gemeinschaft). Die Aussicht über die Reben ist herrlich.
Prima ist auch der Hochberg mit einer 150km-Aussicht. Vorbei an Infotafeln des Apfelwegs gelangen wir durch die Obstfülle und haben immer wieder tolle Bodenseeaussichten auf dem Weg nach Frenkenbach, wo wir später nochmal durchkommen. Man sieht schon den Turm der Kirche St. Oswald und Otmar. Die romanische Kirche aus Feldsteinen geht auf das 12. Jahrhundert zurück.
Nun orientieren wir uns an dem ausgeschilderten Hagnauer Obst- und Weinweg, wandern Richtung Hagnau, biegen vor dem Burgunderhof nach rechts, wandern durch die Weinberge zur Wilhelmshöhe, unserem höchsten Punkt der Runde, überblicken Reben und See. Wir wandern im Karree und kommen auf den Rückweg, weiter mit Wein und teils mit Waldrand, an einem Sportplatz vorbei, queren die Ittendorfer Straße, wandern durch die Reben per Braiggenweg nach Frenkenbach und per Straße nach Kippenhausen, das erstmalig 1158 erwähnt wurde. Es kam in die Besitzung der Grafen von Montfort.
Wir sehen rechts das Rathaus und links die Kirche Mariä Himmelfahrt (15. Jahrhundert) mit späteren barocken Erneuerungen. Gleich daneben ist das Haus Montfort mit Heimatmuseum im Gasthaus aus dem 18. Jahrhundert. Mit der Montfortstraße könnte man jetzt direkt zum Neuen Friedhof zurück, oder man folgt dem GPS und wandert einen kleinen Bogen mit Seelbach, Obst, Höfen und Infotafeln.
Bildnachweis: Von Muck [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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