Auf diesem Themenweg im Vinschgau erfährt man anhand von 11 Stationen die Geschichte des Göflaner Marmors und hat dabei einiges an Anstieg. Von 1.577m bis auf 2.523m etwa. Die Wanderung ist als Strecke angelegt, die man hernach wieder retour geht. Start ist bei der Jausenstation Haslhof. Von Göflan an der Etsch sind wir dorthin gefahren. Vorweg: Der Marmorbruch ist aus Sicherheitsgründen nicht zu besichtigen. Die Wanderung kommt am Bruch vorbei und die Strecke endet beim Göflaner See, westlich vom Hörnele (2.657m) und nordöstlich von der Laaser Spitze (3.305m).
Wir stellen uns auf eine alpine Landschaft ein und wandern aus dem Grün ins Gestein. Wir sind im Norden des großen Nationalparks Stilfserjoch, der sich über die Regionen Trentino und Lombardei erstreckt. Wir wandern den Weg Nr. 2 zunächst mit lichtem Bergmischwald, kommen über die Fläche der Alm Weißkaser und ab der Kohlplatzhütte folgen wir dem Göflaner Marmorweg.
Die Besonderheit dieses Marmors ist seine Reinheit und seine Härte, es sei der „King of Marble“, heißt es. Sein Glanz und seine Qualität zeichnen das „weiße Gold der Alpen“ zudem auch. Der Göflaner Marmor besteht aus bis 98% Calciumcarbonat, er ist etwas grobkörniger als der Laaser Marmor. Beide werden für Bauprojekt und Kunst eingesetzt und stammen aus der Jennwand. Der systematische Abbau des Göflaner Marmors geht auf das Jahr 1865 zurück. Die Blöcke werden über Tage und auch in Stollen abgebaut. Der Göflaner Marmorbruch ist auf rund 2.200m und damit auch einer der höchsten aktiven Marmorbrüche in Europa. Am Stationenweg wurde eine Transport-Rutschbahn nachgebaut, man stelle sich die Kräfte vor, die hier wirken, wenn so ein Block in Fahrt gerät.
Am Marmorbruch vorbei wandern wir weiter zum Göflaner Gebirgssee, am Fuße der Jennwand und im Nationalpark Stilfser Joch. Ein kleiner Flecken für eine Rast, bevor wir uns auf den Absteigsweg machen.
Bildnachweis: Von Rohoko [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
Schlanders, der Hauptort im Vinschgau, ist ein beliebter Ferienort, zusammen mit dem Marmordorf Laas, lässt sich hier viel Kultur und auch Genuss...