Gutenacker thront auf 278m ü. NN hoch über der Einmündung des Rupbach in die Lahn. Der 7km lange Rupbach fließt an einigen Mühlen vorbei durch den Osten der Ortsgemarkung zur Lahn hin und trennt den Einrich hier von der Diezer Pforte. Rupbachtal und Lahntal bilden ein schönes Wanderrevier.
Gutenacker wurde um einen Basaltfelsen herum gebaut, den sogenannten Kipp, der das Ortsbild von Gutenacker entscheidend prägt. An diesem markanten Felsen wurde früher Basalt gebrochen. Basalt steht in sechseckigen Säulen im Gestein – daher rühren die Sechsecke im Ortswappen. Gleich am Kipp stand ein Brecher, um den Basalt zu mahlen, bevor er mit einer Seilbahn vom Steinbruch hinunter zum Rupbach transportiert und von dort auf Eisenbahnwaggons verladen wurde.
In der Zeit des Basalt-Abbaus in Gutenacker entstand eine Reihe von Gebäuden, die heute unter Denkmalschutz stehen: Das spätklassizistische Bahnwärterhaus von ca. 1860 direkt am Rupbach, der Laurenburger Tunnel mit Bruchsteinportalen und Zinnenabschluss sowie das zweite Bahnwärterhaus beim Tunnel, ein spätklassizistischer Typenbau mit zweieinhalb Stockwerken und Nebengebäude, der ebenfalls um 1860 errichtet wurde. Der Bahnhof Laurenburg in der Rupbachtalstraße wurde 1862 im gleichen Stil erbaut und diente als Empfangsgebäude der Lahntalbahn.
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