Die vier Extra Touren (A/B/C/D) entlang dem Mullerthal Trail durch die besonders abwechslungsreiche Landschaft des Mullerthals sind alle etwas kürzer als die 3 Trail Routen. Wobei die heutige Tour mit 31km die längste ist. Sie verbindet das Müllerthal, luxembourgisch Mëllerdall, mit dem Grünewald, nordöstlich von Luxemburg. Die Tour ließe sich bei Junglinster nach Burglinster abkürzen.
Der abwechslungsreiche Wandertag startet westlich im Wald von Burglinster, einem Ortsteil der Gemeinde Junglinster. Dort erfreut zu Beginn bereits das Schloss Burglinster des Städtchens mit Kopfsteinpflaster. Von der Burg hört man urkundlich im Zusammenhang einer Lehensvergabe im Jahr 1231. Die schöne Burgschlossanlage mit Rundtürmen, dickem Mauerwerk und Brücke ist ein Veranstaltungsort, nebst Restaurant. Wir schlendern durch die Idylle, kommen in den Wald, wandern durch den Wald Schënert, kommen durch die Flur nach hinab Altlinster. Der Blick schweift über Weiden. Durch das verträumte Örtchen fließt das Bächlein Ernz blanche.
Wir folgen der Straße Schleifmillen. Biegen von der dann zur Schleifmühle ab, gelangen in den Wald zur Häerdcheslay (Härdcheslee). Diese Felsformation war einst eine Kultstätte. Durch den Wald Härdchen wandern wir am Weiler Schiltzberg vorbei, in den Wald mit einer einstiger Eisengewinnung. Im Waldgebiet Schwäibësch streifen wir einen kleinen Waldweiher mit Rastmöglichkeit, kommen an die Ernz Noire durch Auwiesen nach Blumenthal. Hier grenzt das Naturreservat Ronnheck an.
Der kleine Hésterbaach kommt herangeflossen. Wir sind am Waldrand des Bélebësch und streifen auch einen Golfplatz, kommen zweifach in Kontakt mit der N14. Durch die offene Landschaft wird Junglinster erreicht, Sendemasten begrüßen. Das Zentrum des Ortes legt sich um die Ernz Noire, mit Schule und Kirche Saint-Martin, auf der anderen Bachseite ist das Rathaus.
Aus dem Ort raus kommen wir nach gesamt rund 21km zu einem Parkplatz mit Rastbänken. Hier wäre jetzt die Abkürzung nach Burglinster. Die Extra Tour D macht aber einen 11km ausgedehnten Südbogen. Dabei erleben sich Wiesen, Flur, Wald und Weiher, mit den Kriibseweihern beispielsweise. Im Wald kommt man am Biirgerkraiz vorbei. Ein 500ha großes Waldgebiet nennt sich das „großherzogliche Gatter“, ist von Pfaden durchzogen, in Privatbesitz und seit 2009 öffentlich zugänglich. Am südlichsten Punkt unserer Wanderung trennt uns der Grünewald von der Hauptstadt.
Bildnachweis: Von GilPe [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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