Am Ausgang des Neckartals oder anders: als Tor zum Neckartal, liegt der östliche Stadtteil von Heidelberg, Ziegelhausen, den wir umrunden. Dreh- und Angelpunkt ist die sehenswerte Abtei Neuburg.
Die Abtei Neuburg, ist ein Benediktinerkloster, das um 1130 als Männerkloster errichtet und 1195 zu einem Benediktinerinnenkloster wurde. Wechsel kennzeichnen dessen Geschichte: Zisterzienserinnen, Frauenstift, Jesuiten, Säkularisation 1804, Privatbesitz, Goethe-Sammelstätte. 1926 gründeten die Benediktiner hier erneut ein Kloster, das der Beuroner Kongregation angehört. Sehenswert sind nach wie vor die Abteikirche, Klostergebäude, Brauerei mit Gasthaus, es gibt einen Hofladen und der Mausbach zieht sein Band vorbei.
Ziegelhausen wird im Volksmund auch das Wäscherinnendorf genannt. Die Menschen werden als „Bleelumpe“ bezeichnet, was auf das Wäschebleichen im 20. Jahrhundert zurückgeht. Vielleicht lag diese Wäsche zum Bleichen auf den Wiesen am Mausbach, den wir queren und den Mausbachweg einschlagen, hinauf zum Köpfel mit Freizeitzentrum und Schwimmbad.
Dann wandern wir via Köpfelweg nach Ziegelhausen hinab und kommen an der katholischen Kirche St. Teresa vorbei, einem Zentralbau auf sechseckigem Grundriss aus dem Jahr 1997. Wir gehen ein Stück mit der Peterstaler Straße, queren sie und wandern durch eine Wiese am Meschgraben. Ob hier auch Wäsche lag?
Durch die Landschaft geht es zur Pferchelgrillhütte mit dem Walderlebnisgelände am Pferchel. Das ist als Walderkundungsareal für Kindertageseinrichtungen und Kleinkindergruppen gedacht. Der Weg Hirtenaue führt uns dann zum Hirtenbrunnen. Durch den Wald mäandern wir durchs Gelände am Moselbrunnen und kommen nach rund 5,5km zur Wanderrast am Tanzplatz.
Nächstes Ziel ist die Münchelhütte am Ameisenbuckelweg, wo man es sich erneut gemütlich machen kann. Hier erreichen wir mit ca. 393m den höchsten Punkt der Runde. Mit Waldbegleitung geht es abwärts an den Bärenbach, dem wir folgen, auch durch Auen. Der Bärenbach mündet im Örtchen Bärenbach in den Neckar.
Wir wandern zur Speismauerhütte mit restaurierter Aussichtskanzel aus den 50er Jahren und herrlichem Blick auf das Neckartal. Die Kanzel befindet sich über dem alten Steinbruch an der unter Denkmalschutz stehenden Speismauer, die 1852 gebaut wurde und der Aussicht den Namen gab. Die Mauer war eine der ersten im Deutschland, die mit Speis (Mörtel) zusammengehalten wurde. Man sieht ein Wohnareal, wo einst auch zeitweilen Schokolade fabriziert wurde. Auf der anderen Seite des Neckars liegt Schlierbach.
Die Schönauer Straße bringt uns ins Zentrum von Ziegelhausen mit geschäftigem Treiben entlang der Kleingemünder Straße, wo an der Ecke eine profanierte Kirche steht. Am Neckarufer wandern wir mit dem Leinpfad und beschließen die Runde bei der Abteikirche Stift Neuburg.
Bildnachweis: Von Hartmann Linge - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link
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