Lychen ist eine kleine Stadt in der Uckermark, umgeben von Seen und ausgedehnten Waldarealen. Da mag der gemeine Wanderer und Naturliebhaber schnell aufhorchen und das Gebiet für einen Ausflug vormerken. Dazu sei gesagt, dass Anstrengung auf dieser Route um den Stübnitzsee und seine Umgebung definitiv nicht im Vordergrund steht; auf den circa zehn Kilometern warten keine wirklichen Aufstiege. Stattdessen dürfen die Badesachen ins Gepäck und die äußere Ruhe sich ins Innere übertragen.
Bevor es ins Grüne geht, starten wir allerdings in Lychen an der Kienofenpromenade. Hier befindet sich eine Bushaltestelle, sodass die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich ist. Wer mit dem Pkw anreist, entdeckt ebenfalls einen Wanderparkplatz.
Zu unserer Rechten breitet sich bereits ein Teppich aus Wasser aus, an dem es sich zu orientieren gilt. Des Weiteren hilft die Markierung, auf dem Weg zu bleiben. Linker Hand nimmt die Besiedlung langsam ab, während Ackerflächen den Raum für sich beanspruchen.
Am Strandbad des Großen Lychensees bietet sich die erste Möglichkeit zu einer Pause, inklusive Erfrischung und Stärkung. Da die Länge der Wanderung überschaubar ist, kann diese durchaus auch länger ausfallen. Wem es im lauschigen Wald besser gefällt – und Proviant im Rucksack hat –, kommt dagegen später eher auf seine Kosten.
Das Dickicht beginnt nämlich nach kurzer Zeit, uns einzuschließen und an die Hand zu nehmen. Sobald das eine Gewässer endet, schließt sich beinahe direkt das nächste an: Das Naturschutzgebiet Mellensee bei Lychen ist einen westlichen Abstecher wert. Ansonsten leitet ein Bach in südöstlicher Richtung das Wasser und uns zum Stübnitzsee. Nun heißt es eine Raststelle zum Sitzen, Innehalten und Speisen finden. Der darauffolgende Rückweg eignet sich ebenso zum Abschalten, derweil das Geflecht aus Bäumen und Gewächsen Ausflügler sozusagen vom Alltag abschirmt. Entspanntes Dahinwandeln ist die Devise.
Erst kurz vor der Wiederkehr zum Ausgangspunkt kehrt die Stadt Lychen zurück. Sie zeigt unter anderem die Helenenkappelle sowie die einstigen Heilstätten Hohenlychen. Als „Lost Place“, der sich noch im Wiederaufbau befindet, ziehen sie vor allem Entdecker an.
Bildnachweis: Von Doris Antony, Berlin [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
Diese Rundwanderung ist Teil einer ganzen Reihe von Pfaden durch die Uckermark in Brandenburg. Auf der Tagesordnung stehen insgesamt etwa 18 Kilometer,...
Auf knapp 21 Kilometern Wald- und Heidewegen kommt der geübte Wanderer auf dieser Strecke voll auf seine Kosten. Neben schönen Wegen am Ufer der...
Das beschauliche Örtchen Himmelpfort erfüllt, versteckt zwischen Havel, Seen und Woblitz in der Uckermark, eine wichtige Aufgabe. Hier befindet...