Die Großgemeinde Ranstadt in der Wetterau liegt im Laisbachtal. In Ranstadt fließt der 8km lange Rambach in den Laisbach. Im Ortsteil Dauernheim mündet der so verstärkte Laisbach dann in die Nidda. Auffällig in Dauernheim sind die unterhalb der evangelischen Kirche in den Fels gehauenen Keller, die wohl ab dem 16. Jahrhundert angelegt wurden.
Ranstadt ist eine der ältesten Siedlungen in der Wetterau. Bereits 870 wurde Ranstadt erstmals urkundlich erwähnt. Früher gehörte Ranstadt zur Grafschaft Stolberg-Gedern. Die Grafen Stolberg hatten in Ranstadt ein Jagdschloss. An dessen Stelle entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Stolbergsche Hofgut. Das Stolbergsche Hofgut ist so auffällig an der Hauptdurchgangsstraße gelegen, dass man am liebsten das Gelände erkunden würde, wo ein großer Gebäudekomplex um einen Hof angeordnet ist mit einem Wohngebäude im hinteren Bereich.
Eine Absperrung hindert allerdings daran, den Stolbergschen Hof zu erkunden, da dem Zahn der Zeit das Feld überlassen wurde. Herausgeputzt dagegen ist das Rathaus Ranstadt. Der klassizistisch gotische Bau von 1875 diente früher Schülern aus Ranstadt und Bellmuth zur Wissenserweiterung.
Folgt man von Ranstadt der B 275 südwärts, kommt man in den Ortsteil Ober-Mockstadt, das auf zwei Hügeln etwa im 6. Jahrhundert gegründet wurde. Die evangelische Kirche im Dorf wurde 1220 erbaut. Nach einem Einsturz wurde das Kirchenschiff im barocken Stil 1726 errichtet. Der gotische Turm wurde 1755 abgerissen und erhielt den jetzt sichtbaren und ungewöhnlichen Barockturm.
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