Die Angelburg (609m) ist der höchste Berg der Bottenhorner Hochfläche im Lahn-Dill-Bergland. Südlich der Angelburg liegen die Wilhelmsteine, eine sogenannte Felsenburg, die Teil des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus ist.
Die Wilhelmsteine sind unser erstes Ziel, wenn wir das Auto am Wanderparkplatz an der Kreisstraße von Tringenstein nach Hirzenhain-Bahnhof abgestellt haben. Wir gehen Richtung Hohe Gansbach und halten uns dann links, um die Wilhelmsteine zu erreichen.
Die Wilhelmsteine sind eine Felsengruppe aus Eisenkiesel, deren höchstes Exemplar etwa 15m hoch aufragt. Die Felsenburg der Wilhelmsteine wird als eine ehemalige überregional bedeutsame Kultstätte angesehen, die schon in der Bronze- und Eisenzeit von Kelten und Germanen intensiv genutzt wurde. In der Nähe der Angelburg wurden mehrere vorgeschichtliche Siedlungen nachgewiesen. Bedeutendes Fundstück ist der Hirzenhainer Keltenstein, eine figürlich geritzte Darstellung eines Menschengesichts auf einer Steinstele, die im Hessischen Landesmuseum Darmstadt im Rahmen der Keltenausstellung gezeigt wird.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert sind die Wilhelmsteine ein beliebtes Wanderziel, damals angetrieben durch den Bau der Eisenbahn von Dillenburg nach Wallau. Man errichtete ein Jagdhaus, das später abgerissen und durch eine Blockhütte ersetzt wurde. Auch die überlebte nicht lange. Heute stehen den Besuchern mehrere fest installierte Grillplätze zur Verfügung. Jeweils am 1. Mai sind die Wilhelmsteine ein beliebtes Ziel für den traditionellen Maiausflug. Hier treffen sich die Wanderer aus den umliegenden Ortschaften, um zu grillen. Seit Generationen findet außerdem bei den Wilhelmsteinen an Christi Himmelfahrt ein Waldgottesdienst statt.
Wir wandern nun auf Wallenfels zu, halten uns dann rechts, kommen am kleinen Wallenfelser Silbersee vorbei und kreuzen die Kreisstraße K 54. Dann kommen wir zum Salzbödesattel und weiter zur Quelle der Salzböde, einem 28km langen Zufluss der Lahn.
Wir umrunden die Warthe (461m) und kommen hinein nach Hartenrod, den größten Ortsteil der Gemeinde Bad Endbach. Es geht ein kurzes Stück durch Hartenrod und dann halten wir uns westwärts, wandern über den Südfuß des Pauschebergs (446m) zurück zur Kreisstraße. Wenn die hinter uns liegt, wandern wir westlich des Schmittgrunds (590m) hinauf zur Hohen Gansbach und zurück zum Wanderparkplatz, wo wir die Tour begonnen haben.
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