Der zu den Südalpen zählende Monte Generoso erhebt sich in der Generoso-Intelvi-Gruppe an der Grenze zu Italiens Lombardei. Ein Stück entlang der Grenze zwischen dem Tessin und der Lombardei ist auch Teil dieser Runde, die es durchaus in sich hat. Am Start haben wir rund 660m und am Monte Generoso 1.610m. Aus Capolago am Luganersee fährt auch eine Zahnradbahn hinauf. Droben sind als ein besonderes architektonisches Highlight das Restaurant Fiore di pietra (Steinblume) und selbstredend die Aussicht zu bewundern.
Start ist im Muggiotal und dessen Hauptort Muggio, der zwischen dem Luganersee und Comersee sowie an der Breggia liegt. Etliche Häuser in dem Tal wurden aus den Steinen der Umgebung gebaut. Wir starten vom Parkplatz im Norden von Muggio, in einer Kehre in der auch eine Trinkwasserquelle zu sehen ist.
Wir wandern gen Norden und kommen an der Capella di San Rocco vorbei. Durch den Wald absteigend kommen wir über die Breggia, halten uns dann links und kommen nach Lentano. Wir schlängeln uns aufwärts ins Örtchen Roncapiono mit einem kleinen Kirchlein.
Mit Zickzack biegen wir zur Alpe Nadigh ein. Eine Besonderheit sind die sogenannten Nevère am Monte Generoso. Diese Nevère funktionieren wie Kühlschränke. In denen wurde früher im Tessin die Milch für die Milchprodukte gelagert. Sie sind aus Naturstein zylindrisch gebaut. Unten sorgten der gepresste Schnee (neve) und Eis für die benötigte Kühlung. Wir wandern durch die Almwiesen in Hanglage, zum Teil mit Steinbegrenzung.
Nach rund 5,9km sind wir an der Zahnradbahnstrecke und wandern weiter aufsteigend zur Bergstation am Monte Generoso. Hier ist Betriebsamkeit zu erwarten.
Auf dem Monte Generoso hat der bekannte Architekt Mario Botta die Blume aus Stein - Fiore di pietra - gebaut, mit vielen Fenstern, die den Blick auf die Alpen und auf den Luganersee freigeben. Die Blume sei eine Kindheitserinnerung des Tessiner Architekten. Das Raumgefühl ist auch etwas Besonderes, durch die großzügige Gestaltung. Im Erdgeschoss ist eine Ausstellung. Es gibt noch viel mehr zu sehen, mit großer Außenterrasse und Seeblick zum Beispiel oder die Kapelle.
Wir wandern dann in einem Bogen in östliche Richtung, an der Grenze zu Italien. Es geht in Richtung Piana, einer allerdings eingezäunten Alpe mit Nevèra. Dann wandern wir weiter zur Alpe di Sella mit Nevèra. Weitere kleinere Alp-Gebäude und Aussichten begleiten auf dem Abstieg ins Dorf Scudellate, das sich mit Kirche am Hang entlang streckt. Hinter der Kirche biegen wir nach rechts gen Süden ein, nehmen die Treppen. Mit Waldbergleitung gelangen wir ins Tal der Breggia und kommen bei Molino wieder über das Brückchen sowie nach Muggio zurück.
Bildnachweis: Von Monster4711 [CC0] via Wikimedia Commons
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