Das Aushängeschild für den Wandertourismus im Siegtal ist der 2011 eröffnete Natursteig Sieg. Nachdem dieser Fernwanderweg eingerichtet war, haben die Touristikverantwortlichen zusammen mit den Wandervereinen weiter gearbeitet und entlang des Natursteigs spannende Tagestouren entwickelt. Diese Rundwanderwege sind einheitlich als Erlebniswege Sieg mit einem roten Wegzeichen und dem markanten Siegbogen markiert.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über die Erlebniswege Sieg und können von hier in die einzelnen Tourenbeschreibungen der Wanderungen einsteigen. Die Wanderwege sind von Siegburg aus flussaufwärts über Hennef und Eitorf bis hinein ins Windecker Ländchen sortiert.
Der Heideweg führt in den Lohmarer Wald, Teil der Bergischen Heideterrasse. Durch die Aggeraue erreicht der Heideweg die Wahner Heide und leitet am Kronenweiher vorbei über Troisdorf weiter zu den Stallberger Teichen mit dem Naturschutzgebiet Gagelbestand.
Der Mönchweg führt u.a. über die Staumauer der Wahnbachtalsperre zum Kloster Seligenthal, dem ältesten Franziskanerkloster nördlich der Alpen. Start ist bei Siegburg am Wanderparkplatz Franzhäuschen.
Dieser Erlebnisweg ist eine Tageswanderung par excellence: Natur satt, tolle Ausblicke auf die Buchten und Flächen der Wahnbachtalsperre und ganz viel Ruhe. Einmal Talsperrenweg ist wie eine Woche Urlaub - nur Essen und Trinken sollte man mitnehmen, unterwegs gibt es keine Rastmöglichkeiten.
Vom Bahnhof in Hennef (Sieg) geht es vorbei am alten Rathaus ins Siegtal. Hier leitet der Kulturlandweg zur Allner Mühle mit einem schönen Aussichtssteg und am Allner See entlang zurück nach Hennef, wo Ende des 19. Jahrhunderts die automatische Waage erfunden wurde - ein Weltschlager aus dem Siegtal.
Der Marienweg steuert als Ziel die bekannte Wallfahrtskirche Bödingen an, die erste Wallfahrtsstätte in Deutschland, die die Mater Dolorosa verehrt. Von Lauthausen im Siegtal geht es durch ehemalige Weinberge wieder hinauf auf die Ausläufer des Nutscheid.
Vom Wanderparkplatz im Derenbachtal leitet der Holzweg zunächst hinauf nach Winterscheid mit der sehenswerten Servatiuskirche und der kleinen Wendelinuskapelle. Durch die nachhaltig bewirtschafteten Wälder des Derenbachtals geht es auf dem Holzweg wieder retour.
Von der Steiner Mühle geht es hinauf in die mittelalterliche Stadt Blankenberg. Vom Aussichtsturm an der Burgruine genießt man den Blick über das obere Siegtal, bis es durchs Naturschutzgebiet Adscheider Bachtal wieder zum Ausgangspunkt zurück geht.
Der Dreitälerweg ist der Burgweg, allerdings ausgelegt als Tagestour. Neben Burgruine Blankenberg und Adscheider Bachtal geht es auch zur bekannten Wallfahrtskirche nach Süchterscheid, ins Naturschutzgebiet Krabachtal und zum Schloss Merten an der Sieg.
Der Streuobstweg führt u.a. zum Golddorf Lückert. Entlang von Streuobstwiesen geht es durch einen ruhigen Landstrich an den Hängen des Sieg-Westerwalds.
Der kurze Wanderweg nutzt großteils die Trasse des Natursteigs Sieg und begleitet mit diesem den kleinen Mengbach, der bei Bourauel in die Sieg mündet. An der Storcker Hütte genießt man den schönen Blick hinab ins Siegtal bei Eitorf.
Vom Bahnhof geht es zunächst auf den Alten Friedhof, eine geschützte Parkanlage. Vorbei an der sehenswerten Villa Gauhe marschiert man dann über die Sieg und hinauf auf den Keltersberg mit Aussichtspavillon und tollem Blick auf Eitorf an der Sieg.
Der Försterweg erkundet die Leuscheid, ein großes Waldgebiet im Sieg-Westerwald, das sich rund um den Hohen Schaden (388m) erstreckt. Man passiert das Schutzgebiet Wohmbachtal, das Hüppelröttchen und die Friedrichsquellen auf dem stillen Weg durch die Wälder.
Der Dörferweg führt von Eitorf über die Höhensteine in die Eitorfer Schweiz und passiert hier einige kleine Dörfer, wie Käsberg, Siebigteroth, Lascheid und Mierscheid, bevor es über den Marktplatz Eitorf und vorbei an der evangelischen Kirche aus dem 19. Jahrhundert zum Startpunkt am Bahnhof zurückgeht.
Der Künstlerweg führt einmal um Herchen - einst als schönster Luftkurort an der Sieg gerühmt. Man passiert u.a. die Kölner Kanonen, den Herchener Thingplatz und die katholische St. Peter Kirche. Schöne Aussichten gibt es von der Düsseldorfer Hütte und dem Helmut-Land-Platz.
Von Herchen im Windecker Ländchen geht es auf dieser Tour in die Wälder der Leuscheid, einem bewaldeten Höhenzug auf der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Man kommt u.a. an einer historischen Ringwallanlage und dem Windecker Heilbrunnen vorbei.
Vom Siegtaldom in Dattenfeld geht es zu den malerisch verwachsenen Resten der 1915 explodierten Pulvermühle im Elisental. Der Rückweg führt an den Rand des Nutscheids und durchs Engbachtal zurück an die Sieg.
Der Zeitenweg führt um den Umlaufberg von Dreisel, eine markante Geländehöhe in einer früheren Flussschleife der Sieg. Hier kann man sehen, wie die Sieg einst geflossen ist und spaziert durch schöne Weidelandschaften und Streuobstwiesen.
Der Mäanderweg leitet den Wanderer vom Siegfall in Schladern ins Museumsdorf Altwindeck und hinauf auf die Ruine der Burg Windeck mit hervorragendem Blick über das Windecker Ländchen und hinein in den Westerwald. Dann geht es durch das Naturschutzgebiet Krummauel zurück zum Bahnhof in Schladern.
Vom Wanderparkplatz an der Grube Silberhardt geht es durchs idyllische Windecker Ländchen vorbei an einzelnen Gehöften, Mühlen, Höhendörfchen und sogar einer Alpakazucht hinab ins Siegtal, wo man vom Alten Stuhl (286m) einen schönen Blick aufs Siegtal bei Rosbach hat.
Der Auenlandweg bringt es auf eine Länge von rund drei Kilometern und führt durch weite Wiesenlandschaften und schöne Wälder. Die Touristiker vor Ort meinen sogar, dass diese Landschaften eine Mystik ausstrahlen wie in den phantatischen Welten, die Romanautor Tolkien für seinen Herrn der Ringe entwarf. Geschnitzte Holzfiguren zeigen auf der Strecke fantastische Fabelwesen.
Start und Ziel der kurzen, familienfreundlichen Runde ist am Tierpark Niederfischbach. Einer der Arbeitsschwerpunkte ist der Erhalt alter Haustierrassen. So werden im Tierpark Niederfischbach u.a. Bunte Bentheimer Landschweine, Brillenschafe, Flällrinder und Meißner Widderkaninchen gehalten.
Der Erzquellweg führt von Mudersbach-Niederschelderhütte aus in den Giebelwald, einen Höhenzug nördlich des Siegtals. Wir kommen unter anderem am Erzquell-Stollen vorbei. Hier entnimmt die Siegerländer Erzquell-Brauerei ihr Brauwasser.
Der Hexenweg ist eine der schönsten Touren durchs Wildenburger Land. Wir sehen die Rote Kapelle, Burg Wildenburg, Schloss Crottorf und die gelbe Kirche in Friesenhagen, dazwischen Waldabschnitte und weite Blicke über den nördlichen Zipfel von Rheinland-Pfalz.
Start und Namensgeber für den Klosterdorfweg ist das ehemalige Franziskanerkloster Marienthal im Westerwald. Es geht einmal rund um das Klosterdorf Marienthal mit seiner Wallfahrtskirche und dem Klostergebäude.
Der Räuberweg ist eine abwechslungsreiche Runde zwischen Wissen und Betzdorf. Es gibt entlang des Räuberwegs viele Mitmachstationen für Groß und Klein. Dabei führt der Räuberweg meistens über schmale Wald- und Wiesenwege und gut ausgebaute Wanderwege, u.a. auch zum Steckensteiner Kopf mit schönem Blick ins Siegtal.
Wo heute die Bundesstraße B 8 durch den Westerwald führt, verlief vor 1200 Jahren die sogenannte Via Publica, eine Handelsstraße, die von Brüssel bis nach Prag reichte. Wenn man heute auf der B 8 von Hennef im Westen oder Altenkirchen im Osten ins kleine Kircheib fährt, merkt man auf den ersten Blick nicht, dass man hier auf geschichtsträchtigen Boden ist. Um das zu ändern, gibt's den Zeit-Reise-Weg.